Tłumaczenia (niemiecki)

Die Miliz und Armee gegen die Rotarmisten

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Obwohl dieses Jahr seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges 75 Jahre vergangen sind, blenden viele Anhänger der “sowjetischen Rettung Polens” Informationen über die Verbrechen der Roten Armee während und nach der „Befreiung” aus. Trotz der Tatsache, dass es an Erinnerungen und Zeugnissen nicht mangelt, wird im öffentlichen Raum seltsamerweise nur sehr wenig über die wahre Realität dieser Zeit geredet. Von diesen Ereignissen, die oft grauenhaft sind.

 

Eines dieser Ereignisse wurde auf einer Tafel am Bahnhof in Leszno (Woiwodschaft Großpolen) verewigt. Sie erzählt von der Nacht vom 27. auf den 28. Mai 1947, als auf der Strecke Posen-Leszno, der reisende Schneider Feliks Lis von einer Frau, die die reisenden sowjetischen Soldaten (Zofia Rojuk) begleitete, heimlich darüber informiert wurde, dass sie von ihrem Ehemann für eine Flasche Wodka mit einem Kind verkauft worden war. Sowjetische Soldaten ließen das Kind am Bahnhof zurück.

 

Zunächst versuchte das Zugpersonal die Sowjets zu überzeugen, die Frau freizulassen, und als die Vermittlung fehlschlug, wurde das Personal am Bahnhof in Leszno benachrichtigt. Nachdem der Zug Leszno erreicht hatte, versuchte der Polizist Zygmunt Handke zunächst einzugreifen. Er wurde jedoch von sowjetischen Soldaten mit Waffen bedroht. Der Polizist gab nicht nach und rief einen Militärzug aus Leszno um Hilfe. Nachdem sie den Ort der Abteilung erreicht hatten, kam es zu einem Meinungsaustausch mit dem Kommandeur der polnischen Abteilung Jerzy Przerla (1925-1947). Der polnische Befehlshaber gab seinen untergeordneten Soldaten den Befehl, die sowjetischen Soldaten die Station nicht verlassen zu lassen. Er selbst versuchte, die Wahrhaftigkeit der Worte des sowjetischen Kommandanten zu bestätigen, der behauptete, die Frau sei rechtmäßig inhaftiert. Der sowjetische Befehlshaber weigerte sich jedoch, die Dokumente vorzuzeigen. Während des Gesprächs zwischen den Kommandanten versuchten die sowjetischen Soldaten wahrscheinlich, die Station zu verlassen. Die Polen wollten es auf Befehl ihres Vorgesetzten nicht zulassen. Die Sowjets, die sich in Polen ungestraft fühlten, griffen nach Waffen. Eine Schießerei begann, infolgedessen  zwei Offiziere der Roten Armee und ein Privatmann erschossen wurden.

 

An dieser Stelle lohnt es sich, den Charakter des heldenhaften polnischen Kommandanten zu betrachten. Nach den Erkenntnissen des Forschers Krzysztof M. Kaźmierczak, solle er am 23. April 1925 in der Stadt Rożyszcze in Wołyń geboren sein [1]. Während des Krieges durchlief er, wie seine Frau in einem Interventionsbrief an Marschall Michał Rola-Żymirski schrieb, die gesamteöstliche Militärroute der polnischen Armee. Er wurde verwundet und für seine Soldatenhaltung ausgezeichnet [2].

 

Die regionale Zeitung „Głos Wielkopolski”, der diese Ereignisse fälschte, schrieb:

 

(…) Am 26. Mai verhafteten die sowjetischen Behörden im Einvernehmen mit den polnischen Behörden einen Sowjetbürgerin namens Rojuk in Koszalin. Während ihrer Eskorte von Koszalin nach Lignica gelang es ihr, mit dem zufälligen Reisenden, Herrn Lis, zu kommunizieren und ihn mit einer fantastischen Geschichte über eine angebliche „Entführung” von sowjetischen Soldaten in die Irre zu führen. Um eine größere Wirkung zu erzielen, stellte sich Rojuk als Pole vor. Feliks Lis alarmierte das Zugpersonal, das diese Nachricht wiederum an den Bahnhof Leszno weiterleitete (…). Der Regimentskommandeur W.P.identifizierte ihn und beruhigte die versammelten Menschen, als er die Grundlosigkeit der zirkulierenden Linien erkannte. Ohne die Intervention von Corporal M.O. Zygmunt Handke, der W.P. alarmierend über die Situation am Bahnhof benachrichtigte wäre die Angelegenheit endgültig geklärt.Die Soldaten wurden von ihm auf dem Weg zur Station von der Notwendigkeit überzeugt, die gefangene Frau zu „retten”.

W.P. gab den Befehl, niemanden aus den Anwesenden herauszulassen. Zwei sowjetische Offiziere wollten den Warteraum verlassen. Infolgedessen schoss einer der polnischen Soldaten auf das sowjetische Militär, was ein Signal war, das Feuer auf die verbleibenden sowjetischen Soldaten im Wartezimmer zu eröffnen [3].

 

Der Prozess gegen die polnischen Soldaten fand am 7. Juni 1947 statt. Das Gericht, das das beschämende Urteil verkündete, wurde von Oberstleutnant Franciszek Szeliński (jüdischer Herkunft; er hat die Strafe für sein Verhalten gegen Polen nie büßen müssen) [4] geleitet und Major Maksymilian Lifsches unterzeichnet ( in Polen nahm er den Nachnamen Lityński an, er war ebenfalls jüdischer Herkunft, nachdem er 1968 im kommunistischen Apparat um die Macht gekämpft hatte und sicher mit seiner Familie nach Schweden abreiste) [5]. Der Journalist Krzysztof M. Kaźmierczak stellte zusätzlicjh fest, dass die Untersuchung tatsächlich von einem sowjetischen Offizier in polnischer Uniform, Wilhelm Świątkowski, durchgeführt wurde. Staatsanwalt Świątkowski kehrte daraufhin in die Sowjetunion zurück – sein Schicksal ist unbekannt [6].

 

Die verhängten Urteile verurteilten den polnischen Befehlshaber und drei seiner Soldaten zum Tode(2. Lt. Jerzy Przerwa, Władysław Łabuza, Kanonier, Unteroffizier Wiesław Warwasiński und Stanisław Stachura), zwei Personen wurden zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt (Tadeusz Nowicki, Kanonier und Zygmunt Handke, ein Polizist). Lis, der die Eisenbahner über den gesamten Fall informierte, wurde zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt. In einem separaten Prozess wurden auch die intervenierenden Beamten der Eisenbahnwache, Ignacy Dworak und Stanisław Bresiński, zu Haftstrafen verurteilt. Die Sträflinge schrieben einen Brief an Bolesław Bierut. Letzterer übte das Gnadenrecht nur in Bezug auf Stanisław Stachura aus und ersetzte sein Todesurteil durch 15 Jahre Gefängnis und Tadeusz Nowicki (der ihn von der Verbüßung seiner Haftstrafe befreite). Der Rest der zum Tode Verurteilten wurde am 15. Juni 1947 erschossen [7].

 

Zofia Rojuk selbst, wie sie es Jahre später in einem Brief an ihre Tochter schrieb, wurde nach den Ereignissen in Leszno tief in die UdSSR deportiert. Nur Jahre später durfte sie in die Ukraine ziehen, wo sie als Lehrerin arbeitete. Es war ihr verboten, die Sowjetunion zu verlassen.

 

Das gegebene Beispiel zeigt, dass sowjetische Soldaten und militärische Würdenträger Polen nicht als verbündetes Land, sondern als eroberte Kolonie behandelten, deren Besetzung sie mit dem Tod ihrer Waffenbrüder während der Kämpfe mit Deutschland bezahlten. Polen war nach 1945 keineswegs souverän. Die Frauen wurden von den „Befreiern” mit Vergewaltigungen bedroht, die Sowjets selbst nahmen bewegliches Eigentum aus Polen. Die Soldaten des polnischen Untergrunds, die gegen die Deutschen kämpften, galten zunächst als Feinde, für die die einzige Bezahlung für die Jahre des Kampfes gegen den deutschen Nationalsozialismus ein kaltes Grab und ein Schuss in den Hinterkopf war, der die Qual der NKWD-Keller und der Verfolgung des Sicherheitsapparates beendete. Trotzdem kennt die polnische Gesellschaft diese Geschichten nicht und ihre Vertreter würdigen die Denkmäler der Roten Armee.

 

Krzysztof Żabierk, Fotos Jarosław Ratajczak

Tłum. Alicja Picz

 

[1] http://www.sledczy.pl/jerzy-przerwa-1925-1947-bohater-i-ofiara-zbrodni-szukamy-rodziny/

[2] https://dzieje.pl/aktualnosci/70-lat-temu-rozstrzelano-zolnierzy-wp-interweniujacych-w-obronie-porwanej-przez

[3] Bezpodstawna plotka przyczyną zbrojnego zamachu na żołnierzy Armii Radzieckiej, Głos Wielkopolski, 1947, nr 156, s.1.

[4] https://wolna-polska.pl/wiadomosci/zydowscy-mordercy-polakow-oto-oni-2018-03

[5] https://katalog.bip.ipn.gov.pl/informacje/62480

[6] https://tvn24.pl/poznan/70-lat-temu-w-lesznie-maz-sprzedal-ja-sowietom-za-wodke-polscy-zolnierze-ratowali-ra749172-2461561

[7] https://tvn24.pl/poznan/70-lat-temu-w-lesznie-maz-sprzedal-ja-sowietom-za-wodke-polscy-zolnierze-ratowali-ra749172-2461561

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